Glucosesirup

Glucosesirup (=Glukosesirup), manchmal nach dem Ausgangsprodukt auch Reissirup, Maissirup, Weizensirup etc. genannt, wird durch enzymatische Spaltung von Stärke gewonnen. Die Stärke kann verschiedenen Ursprungs sein, meist handelt es sich um Reis-, Mais- oder Weizenstärke. Glucosesirup wird oft nach der verwendeten Getreideart auch als Reis-, Mais- oder Weizensirup bezeichnet.

Frusano verwendet wegen der positiven physiologischen Eigenschaften und des besseren Geschmacks für die Eigenprodukte ausnahmslos fructosefreien Glucosesirup, der durch enzymatische Spaltung aus aufwändig gereinigter, glutenfreier Stärke gewonnen wird.

Hinter der Bezeichnung "Glucosesirup" oder "Glukosesirup" kann sich aber nach Lebensmittelrecht auch ein Sirup verbergen, bei dem ein Teil der Glucose in Fructose umgewandelt wurde, um eine höhere Süßkraft zu erreichen. Erst ab einem Anteil über 5% muss dies als "Glucose-Fructose-Sirup" deklariert werden, über 50% Fructoseanteil als "Fructose-Glucosesirup". Vor allem in den USA wird High Fructose Corn Syrup (HFCS), zu deutsch: "Stark fructosehaltiger Maissirup" eingesetzt: Dieser stark fructosehaltige Sirup wird als Ersatz für Haushaltszucker eingesetzt und oft kurz als Maissirup bezeichnet. Dadurch kommt Maissirup generell in den Ruf, viel Fructose zu enthalten, was oft, aber nicht immer zutrifft. Unsere Analysen handelsüblicher Produkte haben häufig die Verwendung solcher fructosehaltiger Siruppe bestätigt.

Glucosesirup, Reissirup, Weizensirup, Glucosesirup kann also hohe Mengen Fructose enthalten, aber der Glucosesirup, den wir verwenden, ist stets fructosefrei.

Außer Glucose sind im Glucosesirup noch längere Ketten aus Glucosemolekülen enthalten: Maltose, bestehend aus 2 Glucosemolekülen, und Mehrfachzucker (Oligosaccharide), bestehend aus mehr als 2 Glucosemolekülen. Diese Zuckerarten sind, da nur aus Glucose bestehend, bei Fructose-Intoleranz und Fructose-Malabsorption nicht nur erlaubt, sie haben günstige Eigenschaften:

Die enthaltenen Mehrfachzucker müssen erst vom Organismus in Einfachzucker umgewandelt werden, bevor die Aufnahme ins Blut erfolgen kann. Ein rasches Ansteigen des Blutzuckerspiegels wird dadurch vermieden. Reine Einfach- und Zweifachzucker wie Glucose oder Saccharose werden hingegen schnell ins Blut übernommen und führen durch die hohe Insulin-Ausschüttung anschließend zu einem Abfall des Blutzuckerspiegels. Dieser Abfall des Blutzuckerspiegels ist in kurzem Zeitraum für den „kleinen Hunger zwischendurch“ verantwortlich. Anfallartige Hungergefühle werden durch die Verwendung von Glucosesirup vermieden.

Und: Glucosesirup schmeckt besser, die Süße ist "runder" als bei Verwendung reiner Glucose.