Weizenallergie

Die Weizenallergie zählt zu den Nahrungsmittelallergien.
Wie die Zöliakie ist auch die Weizenallergie eine Reaktion des Immunsystems gegen Weizenproteine. Die Art der Reaktion ist aber unterschiedlich. Bei der Zöliakie zerstört das Immunsystem in Anwesenheit von Gluten eigene Körperzellen. Bei der Weizenallergie dagegen antwortet das Immunsystem auf bestimmte Weizeneiweiße (Albumin, Globulin, Gluten) mit einer Überreaktion. Es richtet sich aber nicht gegen eigene Körperzellen und zerstört die Dünndarmschleimhaut nicht.

Nahrungsmittel-Weizenallergie und Bäckerasthma - zwei verschiedene Arten der Weizenallergie

Ärzte kennen zwei Formen der Weizenallergie. Das Bäcker-Asthma ist eine Allergie gegen den Mehlstaub. Viele Menschen, die ein Bäcker-Asthma entwickeln (meist tatsächlich Bäcker, aber auch Landwirte und Müller) vertragen lediglich den Mehlstaub in der Luft nicht, der über die Atemwege aufgenommen wird. Hinsichtlich der Ernährung aber müssen sie kaum aufpassen: Brot und andere Getreideprodukte können die meisten Bäcker-Asthmatiker beschwerdefrei essen.

Neben dem Bäcker-Asthma existiert eine Allergie gegen Weizenbestandteile, die mit der Nahrung aufgenommen werden. Auslöser sind hier die unterschiedlichen Eiweißbestandteile wie Weizen-Albumin, Globulin und Gluten.

Die Symptome der Weizenallergie sind

  • Schwellung von Mund, Nase, Augen und Rachen,
  • Kratzen oder Jucken von Mund, Nase, Augen und Rachen,
  • Entzündungsreaktionen der Haut (Ausschläge, Nesselsucht),
  • Bauchkrämpfe,
  • Übelkeit,
  • Erbrechen,
  • Blähungen,
  • Durchfälle.

Die Beschwerden einer Nahrungsmittelallergie allgemein und einer Weizenallergie im besonderen sind nicht immer gleich stark ausgeprägt. Manche Patienten spüren lediglich ein leichtes Jucken im Mundraum und haben keine weiteren Symptome. Bei einer starken Allergie reichen geringste Mengen des Allergens, um erhebliche Beschwerden auszulösen. Das gravierendste Symptom ist der anaphylaktische Schock. Er ist sehr selten, grundsätzlich aber bei jeder Allergie möglich. Er führt zum Kreislaufversagen und schlimmstenfalls zum Tod.

Grundsätzlich können viele der oben genannten Symptome nach dem Verzehr von Weizen auch auf eine Zöliakie hinweisen. In diesem Fall ist die einzig mögliche Therapie eine streng glutenfreie Ernährung. Sie sollte aber erst eingehalten werden, nachdem ein Arzt die Diagnose Zöliakie gestellt hat.

Diagnose der Weizenallergie

Den eindeutigen Nachweis einer Weizenallergie kann nur ein Arzt erbringen. Ein Allergologe wird die Krankengeschichte ausführlich erfragen und Haut- und Blutuntersuchungen (Pricktest, IgE-Antikörperuntersuchung) durchführen. Mithilfe einer speziellen Diät lässt sich die Diagnose  absichern.

Therapie der Weizenallergie

Die Therapie der Weizenallergie erfordert die Umstellung der Ernährung. Wenn ein Allergologe eine Weizenallergie diagnostiziert hat, muss der Patient Weizen und verwandte Getreidesorten wie Dinkel, Grünkern, Emmer, Einkorn und Kamut meiden. Beim Einkauf von verpackten Lebensmitteln hilft die Zutatenliste: Weizen als Zutat muss darauf ausgewiesen und optisch hervorgehoben sein. Der Deutsche Allergie- und Asthmabund warnt Betroffene davor, Weizenmehl durch Dinkelmehl zu ersetzen, da die Allergieauslöser nahezu identisch sind.

Grundsätzlich warnt der Deutsche Allergie- und Asthmabund zudem, dass glutenfreie Lebensmittel nicht immer auch für Weizenallergiker geeignet seien. Die verwendete Weizenstärke könne noch Weizen-Eiweiß als Allergieauslöser enthalten. Allerdings schließen wir das für Frusano-Produkte aus. Alle glutenfreien Frusano-Produkte sind auch für Weizenallergiker geeignet: