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Veganer Lebensstil – ein großer Trend

Die vegane Lebensweise spricht immer mehr Menschen an. In Deutschland verzichten laut Nationaler Verzehrsstudie inzwischen 800.000 Menschen auf tierische Produkte. Tendenz steigend.

Kein Wunder: Leben, ohne dass Tiere darunter zu leiden haben, ist eine sympathische Haltung.
Veganer essen nicht nur keine Tiere, sie nutzen auch kein Produkt tierischer Herkunft. Sie verzichten auf Eier, Milch und Joghurt, auf Käse und Honig. Sie kaufen keine Lederschuhe und tragen keine Seide, denn für diese sterben Seidenraupen. Veganer verwenden tierfreie Kosmetika und Putzmittel.

Für ihren Lebensstil haben Veganer verschiedene Gründe:

  • Meist steht der Respekt vor Tieren im Vordergrund. Veganer wollen nicht, dass Tieren Leid widerfährt oder dass gar Tiere getötet werden.
  • Ökologische Gründe spielen beim veganen Lebensstil ebenfalls eine Rolle. Das Ausmaß des heutigen Milch- und Fleischkonsums bedarf einer ausgedehnten Tierhaltung. Diese bedingt oft überdüngte und übersäuerte Böden und verschmutztes Trinkwasser, sowie einen erhöhten Ausstoß klimarelevanter Gase.
  • Laut einer Untersuchung der Albert-Schweitzer-Stiftung existiert ein weiteres Motiv, das vor allem für Ältere Gewicht hat: Sie ernähren sich aus gesundheitlichen Gründen vegan.
  • Der VEBU, eine Interessenvertretung von vegetarisch und vegan lebenden Menschen in Deutschland, nennt noch weitere Motive, wie die Bekämpfung des Welthungers oder den Genuss als solchen.

Wie gesund ist vegane Ernährung tatsächlich?

Einiges deutet darauf hin, dass eine vegane Ernährung zumindest gesünder ist als die Durchschnittsernährung. Gut erforscht ist die vegetarische Alternative.

  • Vegetarier essen mehr Obst, Gemüse, Vollkornprodukte und Nüsse. So sind sie besser mit Vitamin C, Vitamin E, Magnesium, Kalium und Folsäure versorgt.
  • Durch den Verzicht auf Wurst und Fleisch nehmen sie weniger gesättigte Fettsäuren zu sich als der Durchschnittsbürger.

All dies gilt für Veganer auch, doch ihnen raten Experten, zumindest Vitamin B 12 zu ergänzen. Insbesondere Frauen, die bereits jahrelang vegan leben und dann schwanger werden möchten, ist diese Nahrungsergänzung zu empfehlen: So stellen sie sicher, dass ungeborene und später gestillte Kinder optimal mit dem Vitamin versorgt werden. Meist rennen Ärzte mit diesm Hinweis offene Türen ein: In der Regel sind Veganer gut informiert, und es ist für sie eine Selbstverständlichkeit, B12 zu nehmen.

Vegan – eine Frage der Definition

Für Veganer ist die Herkunft der Produkte entscheidend. Denn vegan zu leben bedeutet nicht einfach, auf Fleisch, Milch und Eier zu verzichten. Veganer lesen Zutatenlisten, da sie auch auf indirekten Konsum achten müssen. In Aromen können sich Bestandteile tierischen Ursprungs verbergen, ebenso sind Lebensmittel mit tierischem Lab oder Gelatine tabu. Somit sind die meisten Gummibärchen nicht vegan, die Bio Janosch Bärenfreunde oder Bio Malz- und Traubenzucker-Bären von Frusano allerdings schon: Sie werden ohne Gelatine hergestellt.

Frusano beachtet für die Deklaration veganer Artikel, dass weder direkte noch indirekte Zutaten tierischen Ursprungs enthalten sind. Wir hinterfragen jede Zutat und achten auf eine tierfreie Herstellung.

Dass zum veganen Leben zählt, auf direkten und indirekten Konsum von Tieren oder tierischen Produkten zu achten, gilt als Minimalkonses unter Veganern. Darüber hinaus unterscheiden sich Veganer in der Ansicht, wie strikt die Regeln des tierfreien Konsums zu beachten sind. Bei den heutigen, oft sehr komplizierten und bisweilen intransparenten Produktionsprozessen ist dies eine riesige Herausforderung.

Bei vielen Produkten ist schwer zu erkennen, ob sie versteckt nicht doch Ausgangsstoffe tierischen Ursprungs beinhalten. Einem Brotteig beispielsweise könnten Milchsäurebakterien zugesetzt sein – und diese vermehrten sich möglicherweise in einer milchhaltigen Nährlösung. Äpfel aus dem Supermarkt sind manchmal gewachst (dies muss für den Kunden ersichtlich sein). Hierfür kommen verschiedene Mittel in Frage, unter anderem Bienenwachs. Aromen und Zusatzstoffe können aus tierischen Ausgangsstoffen gewonnen werden.

FAQ: Vegan leben

Was bedeutet es, vegan zu leben?

Vegan zu leben bedeutet, vollständig auf tierische Produkte zu verzichten – also auf Fleisch, Fisch, Milch, Eier, Honig und tierische Materialien wie Leder oder Wolle. Ziel ist es, Tierleid und Tierausbeutung zu vermeiden. Sich vegan zu ernähren kann auch ökologische, religiöse oder andere Gründe haben. Die vegane Lebensweise umfasst Ernährung, Kleidung und Kosmetik gleichermaßen.

Ist eine vegane Ernährung gesund und worauf muss ich achten?

Eine vegane Ernährung kann gesund sein, wenn sie gut geplant ist. Wichtig ist eine ausreichende Versorgung mit Vitamin B12, Jod, Eisen, Calcium, Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren. Vollwertige pflanzliche Lebensmittel und angereicherte Produkte sind eine gute Basis.

Welche Nährstoffe sind bei veganer Ernährung kritisch?

Kritische Nährstoffe sind vor allem Vitamin B12, Eisen, Calcium, Jod, Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren. Diese sollten gezielt über Supplemente, angereicherte Produkte oder eine abwechslungsreiche Ernährung gedeckt werden. Ein Bluttest beim Arzt kann klären, ob alle Nährstoffe in ausreichender Menge vorhanden sind.

Was kaufe ich ein, wenn ich vegan leben möchte?

Eine gute Einkaufsliste für eine vegane Ernährung enthält Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Nüsse, Samen, frisches Gemüse, Obst, pflanzliche Drinks, Öle und Jodsalz. So entsteht eine nährstoffreiche, ausgewogene Basis für jede Mahlzeit.

Vegan und fructosearm – geht das zusammen?

Ja, sich fructosearm zu ernähren und vegan zu leben, ist möglich. Eine fructosearme vegane Ernährung setzt auf stärkehaltiges Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Beeren und zuckerfreie Alternativen. Hülsenfrüchte sollen gekocht werden, dann sind sie besser verträglich. Wichtig ist, die persönliche Verträglichkeit zu beachten und auf Low-FODMAP-Lebensmittel zu achten. 

Hat Frusano passende vegane Produkte für Fructoseintoleranz?

Ja, Frusano bietet viele fructosefreie und fructosearme Produkte an, die meistens gleichzeitig vegan, laktosefrei und glutenfrei sind. Sie eignen sich ideal für Menschen mit Fructoseintoleranz, die sich pflanzlich ernähren möchten.